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Was ist Amateurfunk?

Der Amateurfunk ist ein weltweites, technisches Hobby, bei dem Privatpersonen ohne kommerzielle Interessen über Funk miteinander kommunizieren. Er dient der technischen Selbstausbildung, dem Experimentieren und der Völkerverständigung.

Wie funktioniert Amateurfunk?

Im Gegensatz zum Smartphone oder Internet benötigen Funkamateure keine öffentliche Infrastruktur wie Mobilfunkmasten oder Server, um Nachrichten auszutauschen. Sie nutzen eigene oder selbstgebaute Geräte und Antennen.

  • Frequenzbänder: Von Kurzwelle (weltweite Reichweite) bis zu Ultra-Kurzwellen (UKW für lokale Verbindungen) steht ein breites Spektrum zur Verfügung.
  • Betriebsarten: Es wird nicht nur gesprochen, sondern auch gemorst, über Computer gechattet oder sogar Amateurfunk-Fernsehen (ATV) betrieben.
  • Besondere Wege: Viele Funkamateure nutzen auch Satelliten im Weltraum oder die internationale Raumstation ISS für ihre Kontakte.

Was macht den Reiz aus?

Der Amateurfunk ist weitaus vielseitiger als der normale CB-Funk. Der Reiz liegt oft darin:

  • Technik zu verstehen, selbst zu bauen und zu optimieren.
  • Unter extremen Bedingungen (z. B. auf Bergen oder mit Solarstrom) autark zu funken.
  • Den „DXCC“-Status zu erlangen: möglichst viele Länder und Kontinente per Funk zu erreichen.

Zugang und Lizenzen

Um aktiv am Amateurfunkdienst teilnehmen zu dürfen, benötigen Sie eine behördliche Genehmigung (Zulassung) und ein personengebundenes Rufzeichen. In Deutschland werden diese von der Bundesnetzagentur nach einer erfolgreich abgelegten Prüfung vergeben.

Es gibt verschiedene Klassen:

  • Klasse N: Für Neueinsteiger mit schrittweisem Einstieg in die Technik.
  • Klasse E: Die Einsteigerklasse mit erweiterten Rechten.
  • Klasse A: Die höchste Lizenz, die die Nutzung aller Amateurfunkfrequenzen mit maximal erlaubter Sendeleistung gestattet.

Not- und Katastrophenfunk

Ein wichtiger gesellschaftlicher Aspekt des Amateurfunks ist der Notfunk. Wenn bei schweren Unwettern oder Stromausfällen herkömmliche Kommunikationsnetze (wie Festnetz und Mobilfunk) zusammenbrechen, stellen Funkamateure oft eine der wenigen verbleibenden Verbindungen dar, um Hilfe zu koordinieren oder Statusmeldungen weiterzugeben.

 

Ein interessantes Video von Michael DL2YMR zeigt weitere Aspekte des Amateufunk.

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